Yoga
Workout für Körper & Geist
Du hast bestimmt schon vieles über Yoga gehört bzw. gelesen. Deshalb möchten wir zuerst darauf hinweisen, was Yoga NICHT ist:
- Yoga ist keine Religion.
- Yoga bedeutet nicht, einen Guru zu verehren.
- Yoga ist keine Flucht vor dem Leben.
- Yoga heißt nicht, sich möglichst spektakulär zu verrenken.
- Yoga heißt aber auch nicht liegen und auf Entspannung zu warten
Es gibt 6 verschiedenen Yoga Wege - Hatha Yoga ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfaßt die körperorientierten Praktiken: Asanas (Yoga-Stellungen), Pranayama (Atemübungen), und Tiefenentspannungstechniken. Daraus haben sich verschiedene Stile entwickelt.
Yogastile
Die folgenden Yogastile (in alphabetischer Reihenfolge) haben ihre Wurzeln im Hatha Yoga. Alle beinhalten Asanas, die Schwerpunkte werden aber jeweils anders gesetzt - während manche Stile körperlich sehr anspruchsvoll sind, legen andere mehr Wert auf Meditation.
Anusara Yoga
Vom Amerikaner John Friend 1997 begründeter Yogastil.
anusara = “Folgen, Nachfolgen” oder “natürlicher Zustand”. Ziel ist eine freudige, eine “dem Herzen folgende” Yogapraxis. Dementsprechend stehen nicht die ausgeführten Asanas im Mittelpunkt, sondern die natürliche Freude, mit der sie ausgeführt werden. John Friend verfügte über langjährige Erfahrung als Iyengar-Yogalehrer und ließ auch Tantra Elemente in seinen Stil einfließen.
Ashtanga Yoga
Der Inder Sri Krishna Pattabhi Jois (geb. 1915) entwickelte eine sehr kraftvolle und dynamische Form des Hatha Yoga. Es werden vorgegebene, sehr fordernde dynamische Reihen im indischen Stil geübt und die einzelnen Asanas oft durch Sprünge miteinander verbunden. Die TeilnehmerInnen werden gelehrt, während des Übens auf eine bestimmte Art zu atmen (Ujjayi-Atmung).
Bikram Yoga
Bikram Yoga wird bei 38 Grad und bis zu 40 % Luftfeuchtigkeit praktiziert. Es besteht aus einer Abfolge von 24 Hatha-Yoga-Übungen (Asanas) und zwei Atemübungen (Pranayama). Diese 26 Übungen wurden aus mehr als 800 Asanas vom indischen Yogameister Bikram Choudhury ausgewählt und zusammengestellt. Es ist ein sportliches und forderndes Yoga und soll die physische Körperkraft, Flexibilität und Balance verbessern und durch Schwitzen den Körper entgiften.
Iyengar Yoga
Der Inder B.K.S. Iyengar (sprich: aiyengar) begründete diesen kraftvollen Yogastil. Seine langjährige Beschäftigung mit Ausführung und Wirkung von Körperhaltungen (Asanas) und Atemübungen (Pranayama) führten zu einer weltweiten Verbreitung dieses Stils.
Iyengar Yoga erlaubt auch im Gruppenunterricht einen individuellen Zugang auf die Bedürfnisse der Übenden. Typisch ist die Verwendung von Hilfsmitteln, wie z.B. Gurten, Klötzen, usw. Bei Bedarf werden die Übungen in Zwischenschritte aufgeschlüsselt. Genaue Beobachtung, Anweisung, Korrektur und ein didaktisch gut durchdachter Unterrichtsstil bringen Übende in exakte Positionen.
Jivamukti Yoga
Wurde von der Tänzerin Sharon Gannon und dem Künstler David Life in den 80er Jahren in New York entwickelt. Jivamukti heißt übersetzt soviel wie „die Befreiung der Seele“ und ist eine moderne Form des Hatha Yoga.
Ineinander fließende tänzerische Körperübungen wechseln mit Gesängen und spezieller Atemtechnik. Ziel ist: mentale Stärke und Ausgeglichenheit zu entwickeln.
Kriya Yoga
Eine sehr alte indische Übungsmethode, bestehend aus speziellen Körper- und Atemübungen, Reinigungstechniken, Meditation mit Schwerpunkt auf Geistesschulung. Bekanntester Vertreter war der Inder Paramahamsa Yogananda.
Kundalini Yoga
Kundalini Yoga beinhaltet Asanas, Mantras, Pranayama und Meditaton (wobei der Schwerpunkt bei der Atmung und dem Singen liegt) um die Kundalinienergie zu wecken und die Chakras zu aktivieren. Es ist besonders für spirituell interessierte Menschen geeignet.
Yogi Bhajan hat Kundalini Yoga im Jahre 1969 in den Westen gebracht.
Luna Yoga
Ein junger, im Westen entstandener Stil, in dem Yoga-Übungsreihen speziell auf die individuellen Bedürfnisse von Frauen abgestimmt sind.
Power Yoga
Dieser Yogastil ist inspiriert von Ashtanga Yoga und daher sehr kraftvoll und dynamisch. Power Yoga gehört in die Kategorie Vinyasa Yoga.
Sivananda Yoga
Integrales Yoga. Richtige Körperübung (Asana), richtige Atemung (Pranayama), richtige Entspannung, gesunde Ernährung und positives Denken & Meditatin kennzeichnen Sivananda Yoga.
Begründer: Vishnudevananda (er benannte die Yogarichtung nach seinem Lehrer Swami Sivananda)
Tao Yin Yoga
So wird das chinesische Yoga, das ähnliche Elemente wie das indische Hatha Yoga hat, bezeichnet. Beim Tao Yin Yoga werden vor allem die dynamische Beweglichkeit, innere Kraft und Elastizität der Bänder und Sehnen betont. Im Mittelpunkt steht die Atemlenkung, Tiefenentspannung und Stärkung des Bauchbereiches und der Wirbelsäule. Tao Yin (chin. für „beugen und strecken“) bietet die Grundlage für Tai Chi, Qigong und für längere Meditationen.
TriYoga®
TriYoga® wurde von der Amerikanerin Kali Ray begründet. Es verbindet Asanas (Positionen), Pranayama (Atmung) und Handmudras zu fließenden Sequenzen (”Flows”) zur Erweckung der Lebensenergie “Prana”. Der Begriff TriYoga® steht für das Streben nach der Drei-Einheit von Körper, Geist und Seele.
Viniyoga
Viniyoga wurde von Shri Krishnamacharya (1888-1989) und seinem Sohn T.K.V. Desikachar entwickelt. Viniyoga ist ein Sanskritwort und setzt sich aus Niyoga (Verwendung) und der Vorsilbe Vi (steht für “Vife’fa” = besonders) zusammen. Der Begriff Viniyoga hat also die Bedeutung “besondere Verwendung” oder “besondere Anwendung”.
In sorgfältig aufgebauten Übungen wird viel Aufmerksamkeit auf die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten des Übenden gerichtet, dabei spielt das richtige, gut abgestimmte Zusammenwirken von Körper und Atem eine große Rolle.
Vinyasa Yoga
Die Wurzeln von Vinyasas Yoga finden sich im traditionellen Ashtanga Vinyasa Yoga und ist somit ein sportlicher Yogastil. Im Vinyasa Yoga werden die statischen Asanas zu Sequenzen verbunden; die fließenden Bewegungen werden mit der Atmung synchronisiert. Es ist sozusagen die kreative Variante zu Ashtanga Yoga, da es keine fixen Serien gibt. Vinyasa Klassen sind unesoterisch und undogmatisch und lassen Raum für die Einzigartigkeit der TeilnehmerInnen.
Vinyasa Yoga wird oft auch Power Yoga genannt.
Vinyasa ist die bewusste Entscheidung, nicht gegen Dinge anzukämpfen, die ohnehin nicht in unserer Hand liegen, damit wir Energie genug haben, all das zu ändern, das wir ändern möchten. Es ist die Fähigkeit, mit dem Auf und Ab auf der Yogamatte und im Alltag zu fließen.
Kurz könnte man Vinyasa Yoga als Meditation in Bewegung beschreiben: die Verbindung von Innen und Außen, von Absicht und Bewegung.

